Vorsitzender der FSG-Tirol und Spitzenkandidat für die Arbeiterkammerwahl, Dr. Stephan Bertel, möchte die Arbeiterkammer noch näher zu den Menschen bringen und den bereits guten Service weiter verbessern. Gemeinsam mit Mag. Thomas Öfner, Bürgermeister von Zirl, zeigt er drei Themen auf, bei denen die Interessen einer starken Arbeitnehmervertretung mit den Interessen der Gemeinden Hand in Hand gehen.

Wohnen:1000 Euro Miete für eine 45 m2-Wohnung bei einem durchschnittlichen Nettoverdienst von 1750 Euro! Bereits für durchschnittliche Einkommen ist eine Kleinwohnung eine existenzielle Belastung“, zeigt Bertel auf. Auch in Zirl, einer klassischen Speckgürtelgemeinde, sei die Situation nicht besser, pflichtet ihm Öfner bei. Das Wohnen sei ein Grundbedürfnis und für Jungfamilien, Alleinerziehende und Normalverdiener nicht mehr bezahlbar. Als Bürgermeister könne er vor allem jungen Menschen kaum Wohnperspektiven bieten.

Das kürzlich vorgestellte Maßnahmenpaket der schwarz/grünen-Landesregierung finden beide durchaus sinnvoll. Das Kernstück sieht Bertel in der Schaffung von Vorbehaltsflächen für den gemeinnützigen Wohnbau, eine alte Forderung der SPÖ. Genau in dieser Frage ist erst im Herbst Bürgermeister Willi an der Innsbrucker ÖVP und der FPÖ gescheitert. Bertel befürchtet, dass sich das Maßnahmenpaket der Landesregierung nach der AK-Wahl in Schall und Rauch auflösen könnte, um erst wieder vor der nächsten Landtagswahl behandelt zu werden. Umso wichtiger sei es, dass die Arbeiterkammer auf die Umsetzung des Pakets pocht. „Auch selbst kann sich die Arbeiterkammer aktiver einbringen“, meint Bertel und regt etwa eine Zusammenarbeit mit einer Partnerbank an, um zinsfreie Kredite für den Wohnungskauf bereitzustellen.

Verkehr: Mehr als die Hälfte aller ArbeitnehmerInnen pendeln zur Arbeit, viele benutzen noch das Auto, weshalb gerade zu den Stoßzeiten unsere Straßen verstopft sind. „Damit öffentliche Verkehrsmittel benützt werden, müssen sie vor allem schnell und günstig sein“, meint BM Öfner. Bertel deponiert einmal mehr die Vision seiner Fraktion, gratis zur Arbeit zu kommen. Das aktuelle Angebot müsse weiter verbessert werden. Bestehenden P&R-Anlagen werden sehr gut angenommen, seien überfüllt und müssten daher ausgebaut werden.

Kinderbetreuung:  „Ein Einkommen reicht bei den hohen Wohnkosten in Tirol in der Regel nicht aus, eine Familie durchzubringen! Es muss möglich sein, zu arbeiten und Kinder zu haben“, betont Bertel und weist darauf hin, dass es in vielen Gemeinden keine Ganztageskinderbetreuung gibt, schon gar nicht während der Ferienzeit. „Der 12-h-Tag, bzw. die 60-h-Woche macht alles nur schlimmer, denn die tägliche Arbeitszeit ist nicht mehr planbar, wohingegen die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen fix sind“, meint Bertel. BM Öfner wünscht sich eine Adaptierung des Förderschlüssels, um seinen BürgerInnen ein noch besseres Angebot bieten zu können.

Wir brauchen bei diesen für die Gemeinden so wichtigen Fragen einen starken Partner. Eine starke FSG in der AK-Tirol ist ein starker Partner“, bringt es BM Thomas Öfner auf den Punkt. Beide wollen gemeinsam Tirol bewegen.