„Am Freitag ist es zu spät!“
Noch bis Donnerstag können in Tirol unselbständig Beschäftigte von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und ihre Vertretung in der Arbeiterkammer wählen. „Die Chance zur Mitbestimmung muss man nutzen!“, ruft Stephan Bertel, Spitzenkandidat der roten GewerkschafterInnen, zur Teilnahme auf.

„Zeigen Türkis-Blau die rote Karte“
Bislang liegt die Wahlbeteiligung unter den Erwartungen. „Wer keinen Betriebswahlsprengel hat, kann in der TILAK oder in den AK-Stellen wählen“, informiert Bertel, der gleichzeitig warnt: „Am Freitag ist es zu spät!“. Die Beschäftigten seien auch gefordert, ein Zeichen gegen die arbeitnehmerfeindliche Politik der Bundesregierung zu setzen. „Es war noch nie so wichtig wie heute, die Arbeiterkammer zu stärken. Unter der ÖVP-FPÖ-Regierung geraten die Rechte der ArbeitnehmerInnen und die Vertretung durch die AK immer mehr unter Druck. Die Arbeiterkammer ist das Schutzschild für die ArbeitnehmerInnen“, betont Bertel. Die Einführung des 12-Stunden-Tages und der 60-Stunden-Woche, der Umbau der Sozialversicherung zugunsten der ArbeitgeberInnen und die De-facto-Abschaffung der Altersteilzeit sind Maßnahmen, die die ÖVP-FPÖ-Regierung bereits in ihrem ersten Jahr gesetzt hat. In den kommenden Monaten drohen weitere Verschlechterungen, wie etwa die Abschaffung der Notstandshilfe, die vor allem ältere Arbeitssuchende trifft und der Umbau der Mindestsicherung, die besonders Kinder benachteiligt. Bertel verspricht, sich mit allen Kräften dagegen zur Wehr zu setzen. „Wir bringen Farbe in unser Land und zeigen Türkis-Blau die rote Karte!“, so der FSG-Vorsitzende abschließend.