Meist vier Stunden benötigt man derzeit, um von Innsbruck nach Lienz zu kommen bzw. umgekehrt, mit mehrmaligem Umsteigen. „Die Fahrt innerhalb unseres Bundeslands kommt einem vor wie eine Weltreise. Wir brauchen dringend die Wiedereinführung des Direktzuges!“, fordert Stephan Bertel, Spitzenkandidat der FSG für die Tiroler AK-Wahl, der gleichzeitig darauf verweist, dass die Strecke von Innsbruck nach Wien in etwa der gleichen Zeit zu bewältigen sei wie jene nach Lienz.

Verbindung an Tagesrandzeiten
Bertel fordert konkret eine Verbindung in der Früh und eine am Abend, sodass „Termine untertags und die anschließende Heimreise möglich sind“. Bertel bezeichnet die Abschaffung der Direktverbindung als „großen Fehler“ und sieht die Schienenverbindung als Ergänzung zum derzeit verkehrenden Bus. „Der Zug hat aber den Vorteil, dass man damit nicht im Stau steht, zudem ist die Kapazität größer“, erklärt Bertel. Der direkte Schienenverkehr in die Landeshauptstadt stelle für die Osttiroler eine essentielle Anbindung dar, von der auch die Wirtschaft profitieren würde.

Unterstützung von Blanik
Unterstützung für deine Forderung erhält Bertel von der Lienzer Bürgermeisterin und SPÖ-Klubobfrau Elisabeth Blanik, die sich seit Jahren für eine Wiedereinführung der Direktverbindung einsetzt: „Die Osttiroler Bevölkerung nimmt den derzeitigen Zustand nicht länger hin. Wir auch nicht. Eine Reihe von Landtagsinitiativen und zuletzt ein einstimmiger Beschluss des Dreier-Landtages wurden bislang ignoriert. Die neue SPÖ Tirol setzt sich für die Wiedereinführung der bewährten Zugverbindung zwischen dem Bezirk Osttirol und der Landeshauptstadt ein.“

Der FSG-Vorsitzende verweist auf ein kürzlich geführtes Gespräch: „Eine junge Mutter hat mir vergangenes Wochenende erzählt, dass ihr Sohn an Reisekrankheit leidet. Der Zug ist quasi seine einzige Möglichkeit, um nach Innsbruck zu gelangen, da er dort aufstehen kann. Ohne vernünftige Anbindung auf Schiene ist der Bursche aufgeschmissen.