„Gesangsverein von Kurz“
Im Rahmen der gestrigen Nationalratssitzung wurde mit dem Aus für Pensionsabschlägen nach 45 Beitragsjahren ein historischer Erfolg für ArbeitnehmerInnen beschlossen – allerdings gegen die Stimmen der ÖAAB-VertreterInnen. „Dieser Verein ist mittlerweile absolut unglaubwürdig und übt Verrat an den österreichischen Beschäftigten!“, spart der rote AK-Vorstand und PRO-GE-Sekretär Bernhard Höfler nicht mit Kritik. Er zeigt sich „absolut entsetzt“.

"Dieses rückgratlose Abstimmungsverhalten  führe dazu, dass der ÖAAB jegliche Glaubwürdigkeit eingebüßt habe. Man folgt brav den Wünschen und Vorgaben der Industriepartei, sogenannte Arbeitnehmervertreter werden zu billigen Statisten degradiert. Die WählerInnen werden für blöd verkauft!", so Höfler. „Der ÖAAB ist der Gesangverein von Sebastian Kurz. Er dirigiert, sie singen wie er will. Diese Abstimmung war eine Frage des Anstands. Die ÖAABler haben leider bewiesen, dass ihnen so etwas fremd ist.“

Auch Tirols FSG-Vorsitzender im ÖGB, Stephan Bertel, kritisiert: „Als eigentlicher Arbeitnehmervertreter gegen eine beschäftigtenfreundliche Maßnahme zu stimmen, ist schon ein starkes Stück. Ich frage mich, wie sich diese Menschen überhaupt noch im Spiegel anschauen können! Umso mehr danke ich den GewerkschafterInnen im Parlament, die diesen Meilenstein für die ArbeitnehmerInnen ermöglicht haben!