Die 35-Stunden-Woche ist für diese Branche alternativlos, der Sozialbereich ist am Limit“, so Bernhard Höfler, Vorstandsmitglied der AK Tirol und Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), angesichts der Kollektivvertrags-Verhandlungen für die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ).

Ich erwarte mir von der Politik ein klares Signal!“, so Höfler und weiter: „Die Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich verdienen eine Arbeitszeitverkürzung. Die Politik muss endlich Stellung beziehen, ob ihnen diese Arbeit etwas wert ist oder nicht. Die Verantwortlichen müssen sich endlich äußern!

Viele SWÖ-Einrichtungen sind direkt oder indirekt von öffentlichen Fördermitteln abhängig. Eine 35-Stunden-Woche für die SWÖ würde aufgrund der steigenden Personalkosten mehr Geldmittel erfordern. „Die Zuschüsse der öffentlichen Hand liegen oft unter den realen Personalkosten, zudem können sich Zahlungstermine verschieben. Vor allem private Einrichtungen trifft das stark. Anstatt Lippenbekenntnisse fordere ich endlich Taten. Wir alle wollen doch, dass unsere Angehörigen gut gepflegt und betreut werden!“. Die Stadt Innsbruck habe diesbezüglich bereits nachgebessert, jetzt sei das Land Tirol an der Reihe.