Mit dem ewigen Förder-Wahnsinn treibt man die Bauern nur in eine gefährliche Abhängigkeit. Stattdessen braucht es endlich zukunftsfähige Konzepte, die beispielsweise den Gemüse-Bauern Abnehmer garantieren!“, kontert Bernhard Höfler, Sekretär der Tiroler Gewerkschaft PRO-GE und Vorstandsmitglied der Tiroler Arbeiterkammer, die in der heutigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung getätigten Forderungen von Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger nach einer Erhöhung der Fördermittel. Höfler kündigt zudem ein eigenes Forderungspapier für eine Neugestaltung der Landwirtschaft unter Berücksichtigung von sozioökologischen Aspekten an.

Kein erwerbstätiger Landwirt will immer nur Steuersubventionen, stattdessen wollen sie einfach an ihrem Produkt verdienen“, ist Höfler überzeugt. In die Pflicht nimmt er auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger: „Die Preispolitik des Handels ist bis heute nicht geregelt, der Tourismus in Tirol hat bis heute keine Mindestquoten zur Verwendung heimischer Produkte! Ministerin Köstinger hätte es in der Hand, das ganze System neu aufzustellen!“ Einmal mehr betont Höfler: „Es braucht eine staatliche Kontrolle samt Preisregulierung.“

Seit Jahren setzt sich der PRO-GE-Sekretär für bessere Arbeitsbedingungen für ErntehelferInnen ein, für ihn braucht es ein „komplettes Neudenken des Systems“. Aus diesem Grund will er zeitnah selbst ein Forderungspapier zur Neugestaltung der regionalen Landwirtschaft erarbeiten. „Mir geht es dabei in erster Linie um den sozioökonomischen Aspekt. Dafür braucht es aber staatliche Preisregulierungen, Abnehmer-Garantien und viele weitere Eckpunkte. Machen wir dem endlosen Förder-Wahnsinn ein Ende und sorgen wir stattdessen dafür, dass die Bauern von ihren Produkten wieder leben können!