FSG Tirol kritisiert LRin Felipe 

Ressourcenökonomie über Personaleinsparungen ist falscher Weg

„Personaleinsparungen sind mit Sicherheit kein positiver Effekt!“, kritisiert Bernhard Höfler, AK-Kammervorstand und Vorsitzender der FSG in der AK, die Aussagen von Landesrätin Ingrid Felipe. Diese hatte in einem gestern ausgestrahlten ORF-Beitrag Personaleinsparungen mit Ressourcenökonomie in Zusammenhang gebracht.

Klimaschutz braucht Überzeugungsarbeit

„Solche Aussagen sind wirklich entbehrlich. Klima- und Umweltschutz geht uns alle an und fordert ein gesellschaftliches Umdenken. Ressourcenökonomie dann mit Personaleinsparungen zu verbinden schürt Ängste und ist absolut kontraproduktiv!“, ist auch Stephan Bertel, Tirols Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB und AK-Kammervorstand, überzeugt. Vielmehr gehe es darum, die Menschen und somit auch die ArbeitnehmerInnen von der Sinnhaftigkeit nachhaltiger Produktverwertung zu überzeugen. Er sieht die Klimafrage auch als soziale Frage: „Umweltschutz und klimaschonendes Verhalten muss man sich erst einmal leisten können!“

Nicht verbrauchte Lebensmittel sinnvoll verwerten

Höfler ergänzt: „Eine treffsichere Verwendung von Waren bzw. Lebensmitteln würde dazu führen, mehr Geld für die Einstellung von gut bezahltem Personal zu haben.“ Er fordert zudem Maßnahmen gegen die Tonnen an Lebensmitteln, die im Abfall landen – meist trotz tadellosen Zustands. „Warum stellt man diese Waren, wenn sie in Ordnung sind, nicht sozialen Einrichtungen zur Verfügung? Der Vinzibus beispielsweise ist laufend auf Unterstützung und freiwillige Spenden angewiesen, diese so wichtige Initiative zur Versorgung Obdachloser könnte die Lebensmittel mit Sicherheit gut brauchen“, hat Höfler ein gutes Beispiel parat.