Wie viel Tiroler Geld fließt nach Wien?
„Zahlen auf den Tisch!“, fordert Stephan Bertel, Tirols Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB und AK-Kammervorstand. „Wir haben Vermutungen und Schätzungen aber wenig Konkretes. Die TirolerInnen sollen endlich wissen, wie viel von ihrem Geld tatsächlich nach Wien fließt und welche Leistungen sie künftig noch bekommen und welche nicht!“, fordert Bertel.

Horrende Folgekosten
Aufgrund der übers Knie gebrochenen Kassenreform ergeben sich eine Reihe an jährlich anfallenden Folgekosten. Diese setzen sich zusammen aus einem zu erwartenden Einnahmenentgang aufgrund der Herausnahme der Beitragsprüfung aus der Sozialversicherung, Mehrkosten für einen neuen Ärztegesamtvertrag, Geldverschiebungen zu Privatspitälern und der Beitragssenkung in der Unfallversicherung. In Summe heißt das: Etwa 800 Millionen Euro jährlich müssen die Versicherten für den Kassenreformwahnsinn blechen“, kritisiert Bertel, der gleichzeitig wissen will: „Was heißt das für die TirolerInnen?

Verlustgeschäft für die Versicherten
Der Gewerkschafter führt aus: „Selbst wenn die 300 Millionen Euro jährliche Einsparung tatsächlich stimmen würden – was sie nicht tun – wäre die Kassenreform immer noch ein Verlustgeschäft für die Versicherten. Anstatt dieses Geld für das Milliardengrab Kassenreform zu verwenden, sollte damit besser der Hausärztemangel behoben, gleiche Leistungen für alle Berufsgruppen realisiert, Psychotherapie auf Kassenkosten etabliert und die Kinderzahnmedizin ausgebaut werden.