Eine unübersehbare Ungleichheit in Bezug auf die Verteilung des Covid19-Impfstoffes spitzt sich zu: Verteilung an Privatkrankenhäuser ohne Covid-Patienten stehen Lieferengpässen in öffentlichen Kliniken gegenüber. „Nach dem wochenlangen Impfchaos folgt damit ein weiterer, unübersehbarer Beleg für die Tatsache, dass Gesundheitslandesrat Tilg für dieses Amt absolut ungeeignet ist. Er hätte bereits nach der Ischgl-Affäre seinen Hut nehmen müssen, jetzt ist er endgültig rücktrittsreif!“, fordert Bernhard Höfler, Gewerkschafter und Vorstandsmitglied der AK Tirol, endlich Konsequenzen. Er bezieht sich auf einen Bericht in der heutigen Ausgabe des STANDARD.


Alois Schranz, in dessen Privatkliniken bereits die Hälfte der MitabeiterInnen geimpft wurde, kann offenbar einmal mehr von der Unterstützung seiner türkisen Parteifreunde profitieren. Schranz ist bekanntermaßen Mitglied der einflussreichen Adlerrunde. Dass jetzt aber dringend benötigter Impfstoff Krankenhäusern mit Covid-Stationen vorenthalten wird, während er gleichzeitig offenbar privaten Einrichtungen großzügig zur Verfügung gestellt wird, ist eine neue Dimension an Unverschämtheit. Hier wird ein politisches System ad absurdum geführt!“, zeigt sich Höfler empört.


Er fragt sich, ob auch die Adlerrunde bereits genügend Impfungen erhalten habe. „Offenbar ist die vom Bund zur Verfügung gestellte rare Ware Impfstoff ein Selbstbedienungsladen für die türkisen Parteifreunde. Anstatt ihn vulnerablen Personengruppen zu überlassen, bekommt ihn offenbar finanzstarkes Klientel. Landesrat Tilg ist hier definitiv in der Verantwortung und sollte – sofern er noch einen Funken Anstand hat – schnellstens seinen Rücktritt erklären. Wenigstens dann hätte er einmal alles richtig gemacht“, so Höfler.