Massive Folgen durch Swarovski-Massenkündigungen befürchtet
Kaufkraft der gesamten Region sinkt


Als „herben Einschnitt für die gesamte Region“ bezeichnet Reinhold Happ, Regionalvorsitzender für Innsbruck und Innsbruck-Land der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), die geplanten Massenkündigungen bei Swarovski. Happ befürchtet massive soziale Folgen für tausende Tiroler Familien sowie einen Kaufkraftverlust für die gesamte Region. Auch Tirols FSG-Vorsitzender und AK-Vorstand Bernhard Höfler kritisiert das Vorgehen der Konzernspitze.

Arbeitssuche derzeit beinah aussichtslos
Wer jetzt seinen Job verliert, wird vermutlich monatelang einen neuen suchen. Vor allem für Ältere sind die Aussichten düster. Ähnliche Jobs gibt es kaum und sofern man etwas findet, wird das sicher mit Einkommensverlusten verbunden sein“, warnt Happ vor weitreichenden Folgen. „Das bewirkt einen enormen Verlust der Kaufkraft für die gesamte Region!“ Vermutlich verlieren in Folge des Stellenabbaus Tausende Tiroler Familien ihre Existenzgrundlage.

Drohender Jobverlust als enorme psychische Belastung
Swarovski drückt sich ganz klar vor der sozialen Verantwortung. Dass Menschen, die fünf Jahre vor ihrer Pensionierung stehen, nicht rausgeschmissen werden, ist schön und gut, aber was ist mit denen, die in sechs Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen wollen?“, verdeutlicht Höfler. Er kritisiert auch die unklare Situation. „Seit Wochen hängen die Menschen in der Luft und wissen nicht, wie es für sie weiter geht. Die Geschäftsführung hüllt sich nach wie vor in Schweigen, welche Bereiche von den Kündigungen betroffen sind. Diese Unsicherheit und der permanent drohende Jobverlust stellen eine unzumutbare psychische Belastung dar!

Die beiden Gewerkschafter fordern von der Konzernführung endlich Klarheit, ein deutliches Bekenntnis zum Produktionsstandort Wattens in Form eines Verlagerungsstopps ins Ausland sowie die Dienstfreistellung bei voller Entgeltfortzahlung bis zum Pensionsantritt für ArbeitnehmerInnen ab dem 55. Lebensjahr.